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Mittwoch, 28. April 2021


Donnerstag, 2. Dezember 2021 um 16:56:15 von Kulturpool Redaktion

700 Jahre Dante

Anlass
700 Jahre Dante und andere Jubiläen

Das Lateinische Wort júbilum n. bedeutet „Freudenruf der Hirten“ und mischt sich laut Kluge mit einer weiteren Quelle, die in „Jubel- oder Jobeljahr“ bezeugt ist: „Nach dem mosaischen Gesetz war jedes 50. Jahr ein Erlassjahr, das mit dem Widderhorn (hebr. jóvél) eingeblasen wurde. Papst Bonifatius VIII. führt 1300 ein christliches Jubeljahr ein, das alle hundert Jahre wiederkehren soll und Kirchenstrafen erlässt. Von späteren Päpsten wird der Zeitraum auf 50 Jahre, dann auf 33 und schließlich auf 25 Jahre verkürzt.“ Daher stammen die Worte Jubiläum und Jubilar, so wie auch das Nennwort jubeln.

Auf die heutige Zeit bezogen, könnte man die allgemeine Freude vorstellen, wenn etwa alle fünf Jahre verhängte Verkehrstrafen oder sonstige offene Rechnungen getilgt werden würden durch offiziellen Erlass.

Auch wenn das nicht zu erwarten ist, bringen Jubiläen meist trotzdem etwas Gutes, vor allem dem Kulturerbe. Das Andenken an eine Persönlichkeit, die für eine Öffentlichkeit von Bedeutung, vermittelt durch zeitgenössische Interpretation, Dokumentation und Reportage neue Aspekte zu bereits bestehendem Wissen, einfache Erinnerung oder durch mediale Verbreitung auch erstmaligen Bezugspunkt. Insofern ist das Feiern von Jubiläen eine wichtige Säule der Erinnerungskultur und eine relevante Methode einem Ereignis, einer Persönlichkeit vertiefende oder neue Öffentlichkeit zu verschaffen.

Im Jahr 2021 gibt es gleich mehrere runde Jubiläen, einige 100er, die auch wieder eine zeitliche Einordnung der literarischen, wissenschaftlichen und weiteren Strömungen gedanklich erleichtert, durch Wahrnehmung wer aller im Jahr 1921 geboren wurde, oder auch 1821. Auch Sterbedaten sind gleichwertig ein Anhaltspunkt der Darstellung. Hier bringt jeder 100er mehr eine vertiefende Auseinandersetzung und auch aus zeitgenössischer Sicht meist eine Fülle an Neuinterpretationen, weiterer Herausgaben oder Hommagen. Dies ist sehr deutlich an dem 700. Todestag von dem florentinischen Dichter Dante Alighieri zu sehen, der sein Gedenkjahr bereits in die letzte Runden gebracht hat.

Zu den 100. Geburtstagen mehrerer österreichischer Persönlichkeiten wie des Dichters H.C. Artmann, der Schriftstellerin Ilse Aichinger, des Arztes und Vertreters der Individualpsychologie Erwin Ringel, des Lyrikers und Übersetzers Erich Frieds gab es eine Vielzahl an Sendungen, Berichten, Gedenkfeiern und Veranstaltungen. Neue Editionen und Auflagen wurden herausgebracht und

Auch der Kulturpool versteht sich als laufend sich entwickelnde und erweiternde Anlaufstelle, die ein breites Themengebiet mit nicht vorhersehbaren Ergebnissen liefert. Ähnlich die Suchmöglichkeiten auf der Europeana, die ein Sammlungsnetz vieler europäischer Bestände anbietet und auch laufend redigiert und verbessert.

„700 Jahre Dante und andere Jubiläen!“

100 Jahre HC Artmann

100 Jahre Erwin Ringel

100 Jahre Erich Fried

100 Jahre Paul Watzlawick

100 Jahre Ilse Aichinger

über

200 Jahre Fjodor Dostojewskij

ein ziemlicher GEburtstag, ...

https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nfp&datum=18911018&seite=6&zoom=10

Aufbau
Themenbrücke zu Dante

Literaten in einem Jahr

1 o o J a h r e

H.C. Artmann - Dichter, Wortakrobat und Schriftsteller

ArtmannAmstetten
H.C. Artmann hat Amstetten passiert - Persönlichkeiten beim Aufenthalten im Lande rund um Wien
Anton Wichtl, Datierung 1965
Tusche, laviert auf Transparentpapier
Kunstzeichnung
Aus der Sammlung der Landessammlungen Niederösterreich

2

Artmann
Hans Carl (H.C.) Artmann
Otto Breicha, Datierung 1963
Fotografie, Dichtung, Wiener Gruppe
Aus der Sammlung der Österreichischen Nationalbibliothek/ Breicha

Zu Bilder, Schrift und Werk siehe auch folgende Links:

https://www.hcartmann.at/

https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Hans_Carl_Artmann

http://www.literaturhaus.at/index.php?id=5309

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/reflexionen/geschichten/2107790-H.-C.-Artmann-Taenzer-auf-allen-Maskenfesten.html

1 o o J a h r e

*Ilse Aichinger - Schriftstellerin, *

Aichinger
Die größere Hoffnung. Autorenlesung [Ausschnitt]
Unveröffentlichte Eigenaufnahme der Österreichischen Mediathek
07.12.1965
Aus der Sammlung der Österreichischen Mediathek

2

Aichinger|
Ilse Aichinger
Interfoto / Brigitte Friedrich

Zu Bilder, Schrift und Werk siehe auch folgende Links:

https://austria-forum.org/af/Biographien/Aichinger%2C_Ilse

https://orf.at/stories/3234322/

https://www.hdg.de/lemo/biografie/ilse-aichinger.html

https://www.derstandard.at/story/2000130785006/ilse-aichinger-schreiben-als-existenzielle-verflechtung

1 o o J a h r e Erwin Ringel

Erwin Ringel, Arzt und Vertreter der Individualpsychologie
schrieb über 600 Arbeiten, veröffentlichte 20 Bücher

ProfessorRingel
Professor Erwin Ringel
Cermak, Alfred, Datierung 1975
Aus der Sammlung der Österreichischen Nationalbibliothek/ Cermak

2

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Versuch einer Beschreibung der psychischen Verfassung des Österreichers an Hand des Falls Karl Schranz. [Ausschnitt]
Unveröffentlichte Eigenaufnahme der Österreichischen Mediathek
Datierung 17.01.1973
Aus der Sammlung der Österreichischen Mediathek

Zu Bilder, Schrift und Werk siehe auch folgende Links:

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Kunsthistorisches Museum Wien
Bibliothek und Kunstblättersammlung
Aus der Sammlung des MAK – Museum für angewandte Kunst, Wien

Tiziano Vecellio oder auch Tizian genannt
Auch wenn die früheren Besucherzahlen, vor allem durch das Ausbleiben der üblichen Tourismusströme, voraussichtlich noch länger nicht erreicht werden, wird die derzeit laufende Tizian-Ausstellung sicherlich zu einem wachsenden Besucherstrom führen.

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Kaiser Karl V. (1500-1558) im Harnisch, Bildnis in halber Figur, Mitte 16. Jahrhundert
Tiziano Vecellio, gen. Tizian (um 1488 Pieve di Cadore - 1576 Venedig)
Aus der Sammlung Kunsthistorisches Museum Wien, Gemäldegalerie

Als Vorlage für dieses Gemäldes diente das im Original verlorene Portrait, das Tizian nach der Schlacht bei Mühlberg in Augsburg anfertigte und das in zahlreichen Kopien, darunter Bildnisse von Juan Pantoja de la Cruz und Rubens, überliefert ist. Im Vergleich mit einigen anderen Ausführungen gibt dieses Gemälde das Original Tizians genauer wieder.
Der Reiterharnisch, den Karl V. auf dem Bildnis trägt, ist vermutlich eine Arbeit des Desiderius Helmschmid aus Augsburg von 1547/48, nicht jedoch der Harnisch der Schlacht von Mühlberg, den einige andere Kopien zeigen.
Karl V. wurde im Jahr 1500 in Gent als ältester Sohn Philipps des Schönen und Juanas von Kastilien geboren. Infolge des Todes seines Vaters und der Krankheit seiner Mutter wurde er unter Aufsicht seiner Tante Margarete in den Niederlanden erzogen und bereits 1515 für volljährig erklärt. Nach dem Tod seines Großvaters mütterlicherseits, Ferdinand von Aragon, wurde er 1516 König von Spanien; von seinem Großvater väterlicherseits, Maximilians I., erbte er 1519 die österreichischen Länder und die Niederlande. Durch eine Erbteilung mit seinem Bruder Ferdinand I. kam es zu einer spanischen und österreichischen Linie der Habsburger. 1530 wurde Karl V. in Bologna zum Kaiser gekrönt. Seine Regierungszeit ist von unablässigen kriegerischen und politischen Auseinandersetzungen mit dem Osmanischen Reich, den europäischen Nationalstaaten und den protestantischen deutschen Reichsfürsten erfüllt. 1547 gelang dem Kaiser in der Schlacht bei Mühlberg ein Sieg über die protestantischen Reichsfürsten. 1556 legte der Kaiser seine Würden nieder und zog sich nach San Jeronimo de Yuste zurück, wo er 1558 starb.

Die "Belle Donne" Venedigs
"Nach 1500 erschienen Frauen in der Malerei zunehmend in einem neuen Licht. Die Bildnisse schöner Frauen ("Belle Donne") sind ein Phänomen der Kunstgeschichte, das sich im Venedig der Renaissance entwickelt hat. Die poetisch-erotischen Frauenbildnisse, die zu jener Zeit entstanden sind, waren wegweisend für die europäische Malerei der nachfolgenden Jahrhunderte.

Gerade Tizian vermochte es auf eindrucksvolle Art und Weise, die von ihm abgebildeten Frauen als intellektuell und elegant, sowie gleichsam idealisiert und genussvoll darzustellen. Die neue Ausstellung beleuchtet die Frauen selbst, aber auch ihre Accessoires – die Mode, edlen Stoffe, Frisuren, reichen Geschmeide und Perlen jener Zeit.", Auszug aus einer Ankündigung auf wien.info

https://www.wien.info/de/sightseeing/museen-ausstellungen/tizians-frauenbild-khm-409188

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Nymphe und Schäfer
Tiziano Vecellio, gen. Tizian (um 1488 Pieve di Cadore - 1576 Venedig)
um 1570/75
Aus der Sammlung des Kunsthistorischen Museum Wien, Gemäldegalerie

"Das dem Bild zugrunde liegende Thema ist bis heute nicht befriedigend geklärt, doch hat es Tizian durch die psychologische Tiefe der Gestaltung ins Mythische gehoben. Auf einem Tierfell schwerfällig und breit gelagert, bis auf einen Schleier enthüllt, erscheint die Frau mit dem allwissenden, fast kalten Blick gleichsam als universale Naturkraft im Zentrum der kosmischen Landschaft. Der an den Rand gedrängte bekleidete, laubbekrönte Jüngling mit der Flöte drückt dagegen temporäre Bewegung und vielleicht Vergänglichkeit aus. Stabilität und Instabilität kennzeichnen auch die dramatisch beleuchtete, ewige Veränderung implizierende Landschaft, mit der die Figuren zu einer visionären Einheit verschmolzen sind. Eine Besonderheit seiner Malerei ist nicht nur die offene Malweise und der sichtbare Pinselstrich, sondern auch die differenzierte, ja gegensätzliche malerische Gestaltung verschiedener Bildpartien. Dadurch erhalten die Bilder Tizians eine besondere Expressivität."

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Kunsthistorisches Museum, Wien 1
Saal II, Galerie. Durchblick, 1910
Fotografie
Aus der Sammlung der Österreichischen Nationalbibliothek

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Panzer
Sowjetischer Panzer in Wien
Ein sowjetischer Panzer amerikanischer Fertigung, ein Sherman M4, zwischen dem Kunsthistorischen Museum und dem Naturhistorischen Museum in Wien.
Simon Raskin, 1945
Fotografie
Aus der Sammlung der Österreichischen Nationalbibliothek/Raskin

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Luftbild
Wien 1, Luftbild des Hofburg-Museen-Komplexes
Museumsquartier (ehem. Hofstallungen), Naturhistorisches und Kunsthistorisches Museum, Hofburg, Burgtheater, Volksgarten, Heldenplatz, Burggarten, Staatsoper; Luftbild von Süd-Westen.
Fotografie
Aus der Sammlung der Österreichischen Nationalbibliothek

Die Kunstkammer und der Diebstahl der Saliera

Der wohl spektakulärste Kunstdiebstahl in der Geschichte der Republik fand am 11. Mai 2003 im Kunsthistorischen Museum statt. Drei ganze Jahre war das kunstvoll gestatltete Salzfass von Benvenuto Cellini verschwunden und leitete eine Großfahndung mit sehr großem Medieninteresse ein.

"Der Diebstahl am 11. Mai 2003
Die letzten Besucher der „Langen Nacht der Musik“ verlassen am 11. Mai 2003 gegen 2.00 Uhr das Kunsthistorische Museum. Das Gebäude ist wegen Renovierungsarbeiten eingerüstet. Um 3.55 Uhr schlägt der Bewegungsmelder in der Gemäldegalerie im ersten Stock an. Drei Sicherheitsbeamte nehmen den Alarm wahr, reagieren aber nicht. Entgegen den Vorschriften halten sie nicht persönlich Nachschau in der Galerie, das Saallicht und die Videoüberwachungsanlage werden nicht aktiviert.

Innerhalb einer vorgesehen Zeitspanne machen sie die Bewegungsmelder wieder scharf, wodurch eine automatische Weiterleitung an die Polizei entfällt. Gegen 8.20 Uhr entdeckt der Oberaufseher den Einbruch. Ein Fenster ist eingeschlagen, die Vitrine zerstört, Cellinis wertvolle Skulptur „Saliera“ ist weg. Erst jetzt wird die Polizei verständigt.

Nach dem Diebstahl läuft eine weltweite Fahndung nach der Saliera. Angebliche Spuren verlaufen ins Nichts, Lösegeldforderungen werden gestellt, der damalige KHM-Direktor Wilfried Seipel wird verschaukelt und gar bis nach Italien gelotst, auch die Ermittlungen der Polizei bleiben ohne Erfolg.

Von Mai 2003 bis Jänner 2006 dauert es, bis sich eine erste heiße Spur zu dem Kunstwerk eröffnet. Ein Teil des Kunstwerks, der abnehmbare Dreizack befindet sich in den Händen der Polizei. Außerdem kann die Polizei ein Bild von einem Verdächtigen anfertigen. Am 21. Jänner 2006 gesteht ein damals 50-jähriger Experte für Alarmanlagen aus Wien-Neubau den Diebstahl der Saliera. Er führt die Polizei zu einem Waldstück bei Brand im Bezirk Zwettl. Dort wird eine Kiste ausgegraben, darin enthalten die Saliera.

Der Diebstahl machte das Salzfass weltweit wohl zum bekanntesten Stück der Sammlung. In der am 1. März wieder eröffneten Kunstkammer des Kunsthistorischen Museums Wien ist es im Saal XXIX ausgestellt." wien, orf.heute

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Die Saliera ist weg. Kunstdiebstahl in Wien [Ausschnitt]
Die Saliera - ein kunstvoll gestaltetes Salzfass wurde in der Nacht auf den 11. Mai 2003 aus dem Kunsthistorischen Museum in Wien entwendet. Die einzigartige Goldschmiedearbeit des italienischen Bildhauers und Goldschmieds Benvenuto Cellini ist unbezahlbar. Sonntagsjournal vom 11. Mai 2003.
Wien : Österreichische Mediathek
Radiosendung-Mitschnitt
Portaltreffer | Österreichische Mediathek
Datierung
11.05.2003
Aus der Sammlung der Österreichischen Mediathek

Cellini verfasste einige Erklärungen seines Werkes:
"...um zu zeigen, wie das Meer sich mit der Erde verbindet, machte ich zwei Figuren einen guten Palm groß, die mit verschränkten Füßen gegeneinander saßen, so wie man die Arme des Meeres in die Erde hineinlaufen sieht. Das Meer, als Mann gebildet, hielt ein reich gearbeitetes Schiff, welches Salz genug fassen konnte, darunter hatte ich vier Seepferde angebracht und der Figur in die rechte Hand den Dreizack gegeben; die Erde hatte ich weiblich gebildet, von so schöner Gestalt und so anmutig, als ich nur wusste und konnte.

Ich hatte neben sie einen reichen, verzierten Tempel auf den Boden gestellt, der den Pfeffer enthalten sollte...auf ihrer Seite waren die schönsten Tiere vorgestellt, welche die Erde hervorbringt..."

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Sogenannte Saliera
Benvenuto Cellini (Künstler) (1500 Florenz - 1571 Florenz)
1540-1543
Aus der Sammlung des Kunsthistorischen Museum Wien, Kunstkammer

Zukunftsprojekt Das Heroon von Trysa

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Das Heroon von Trysa
Aus der Sammlung des Kunsthistorischen Museum Wien, Antikensammlung

Im zerklüfteten Bergland Lykiens (Südwesttürkei) liegt auf
einem Bergrücken das antike Trysa mit einer befestigten Burg,
einer Wohnsiedlung sowie mehreren Nekropolen. Berühmtheit
erlangten die reliefgeschmückten Umfassungsmauern des
Heroons im Nordosten des Burghügels. Es handelt sich um
den Grabbezirk eines einheimischen Fürsten, dem wie einem
Helden (Heros) kultische Verehrung entgegengebracht wurde.
Gemeinsam mit seinen nächsten Angehörigen war er in einem
mehrgeschossigen Grabbau im Inneren der Anlage bestattet.
Ein hölzerner Einbau diente dem Totenkult. Der Name des
Grabinhabers ist nicht bekannt, doch dürfte es sich um einen
der mächtigen Dynasten Lykiens gehandelt haben, die wir aus
der lykischen Münzprägung kennen.
Die einst reich bemalten Reliefs erzählen Episoden aus dem
Mythos und – teilweise darin verwoben – dem Leben des Grabherrn.
Einzigartig sind die Verschmelzung von rein griechischen
Elementen mit solchen der einheimisch-lykischen und der persischen
Kultur, die Anklänge einer Linearperspektive und der
kunsthistorisch bemerkenswerte Umgang mit zwei übereinanderliegenden
Reliefzonen, die meist unterschiedliche Themen
zeigen, streckenweise jedoch zu einer Komposition zusammengefasst
sind.
Aufgrund stilistischer Kriterien geht die Forschung von einer
Entstehungszeit der Friese um 380 v. Chr. aus, doch wurden
auch andere Datierungen vorgeschlagen.

Das Heroon von Tyrsa, dem spektakulären Relief und bisher nicht gezeigten Kulturschatzes der Antike, ist nach eigenen Angaben des Museums ein Zukunftsprojekt und die Realisierung dieser Ausstellung ein besonderes Vorhaben.

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Mit einer Gesamtlänge der Friese , von 211 Metern, auf denen beinahe 600 aus Stein gemeißelte Figuren zu 15 Themen komponiert sind, ist das von Heroon ein einzigartiges Monument aus der griechischen Klassik (5./4. Jh. v. Chr), vergleichbar mit den Reliefs der Akropolis in Athen, die zeitgleich entstanden. Die unterschiedlichen Themen – Stadtbelagerung, Jagd und Schlacht, mythologische Szenen, Amazonen- und Kentaurenkämpfe – fügen sich zu einem Bildprogramm zusammen, das insbesondere durch eine Verbindung von klassisch-griechischen, einheimisch-lykischen, ägyptischen und orientalischen Elementen einmalig ist.
Die Reliefplatten wurden 1881 wiederentdeckt, für die kaiserlichen Sammlungen erworben und mit Genehmigung der osmanischen Behörden nach Wien gebracht. Ausschnitte des Reliefs sind seit 2005 in den Sammlungen des Kunsthistorischen Museums zu bewundern, gesamt wurde es aber noch nie gezeigt. Geschäftsbericht 2020

Sonntag, 31. Oktober 2021 um 16:16:27 von Kulturpool Redaktion

130 Jahre Kunsthistorisches Museum

Anlass
130 Jahre Kunsthistorisches Museum

„Alle aber waren voll der Bewunderung für diese Kunstschöpfung, die von nun an die Krone der monumentalen Bauwerke unserer Stadt bilden wird!“

Bericht über die Eröffnung des Kunsthistorischen Museums in der Neuen Freie Presse, vom Sonntag, 18.10.1891

ANNO, Neue Freie Presse, 1891-10-18, Seite 6 (onb.ac.at)

https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nfp&datum=18911018&seite=6&zoom=10

Das Kunsthistorische Museum Wien wurde am Samstag, dem 17.10.1891 unter der Anwesenheit von Kaiser Franz Josef I. und weiteren 6.000 Gästen feierlich eröffnet. Erzherzöge, alle Minister, der Oberstkämmerer, der Oberststallmeister, ein Sammelsurium an p.t. Gästen wollten das nach 20-jähriger Bauzeit fertiggestellte Meisterwerk kennenlernen sowie nach ein paar Tagen auch die Bevölkerung, die bei freiem Eintritt die kaiserlichen Sammlungen schauen durfte. In der ersten Phase strömten an den Sonn- und Feiertagen mehr Personen in das Kunsthistorische Museum als in der Wiener Stadthalle heutzutage Platz hätten. Weit mehr als 10.000 Besucherinnen und Besucher zählte in einer längeren Anfangsphase das Museum an vorwiegend Sonntagen, die zum Flanieren auf der Ringstraße oder eben einem nun möglichen Museumsbesuch einluden.

Eröffnung
Die Eröffnung des Kunsthistorischen Museums durch Kaiser Franz Joseph I. am 17.10.1891
Robert Raschka (Künstler) (1847 Bukarest - 1908 Wien)
Aus der Sammlung des Kunsthistorisches Museum Wien, Gemäldegalerie

Das Kunsthistorische Museum in Wien und damit der KHM Museumsverband gehört zu den bedeutendsten Museumsorganisationen weltweit und findet sich in den diversen internationalen Rankings stets unter den allerbesten Häusern.
Der KHM Museumsverband, die größte Museumsgruppe Österreichs, besteht aus den drei Bundesmuseen Kunsthistorisches Museum Wien, dem Weltmuseum Wien und dem Theatermuseum (seit 2001 Teil des Verbandes). Mit Schloss Ambras Innsbruck hat der KHM-Museumsverband als derzeit noch einziges Bundesmuseum eine Repräsentanz in den Bundesländern.
Diesen Oktober 2021 jährt sich die Eröffnung des Kunsthistorischen Museums zum 130. Mal.

Eröffnung
Eröffnung des Kunsthistorischen Museums, 1891-10-17
Festakt im Beisein Kaiser Franz Josephs I.
Aus der Sammlung der Österreichischen Nationalbibliothek

Durch den Lockdown wurde das Museum erstmals seit dem Ende des zweiten Weltkrieges für mehr als drei Monate geschlossen.
Durch das Ausbleiben der Touristen kam es zu einem Rückgang der Besucherzahlen von mehr als 75%.
Vor den covid-bedingten Maßnahmen verzeichnete der KHM – Museumsverband eine Eigendeckung durch Ticketverkauf von mehr als 50%, durch die folgenden Umsatzverluste führte die Eigenwirtschaftlichkeit zu nurmehr 24% - nur mehr einem Viertel des Gesamtumsatzes durch Verkauf von Eintrittskarten. In konkreten Besucherzahlen heißt das umgerechnet einen Besucherrückgang von zuvor um die 1,8 Millionen Gäste (2019) auf 475.000 (2020). Die noch „geöffneten“ Monate Jänner und Februar 2020 sorgten für mehr als die Hälfte der gesamten Eintrittserlöse.

KHM Dia
Kunsthistorisches Museum Wien
Bibliothek und Kunstblättersammlung
Aus der Sammlung des MAK – Museum für angewandte Kunst, Wien

Tiziano Vecellio oder auch Tizian genannt
Auch wenn die früheren Besucherzahlen, vor allem durch das Ausbleiben der üblichen Tourismusströme, voraussichtlich noch länger nicht erreicht werden, wird die derzeit laufende Tizian-Ausstellung sicherlich zu einem wachsenden Besucherstrom führen.

Karl V
Kaiser Karl V. (1500-1558) im Harnisch, Bildnis in halber Figur, Mitte 16. Jahrhundert
Tiziano Vecellio, gen. Tizian (um 1488 Pieve di Cadore - 1576 Venedig)
Aus der Sammlung Kunsthistorisches Museum Wien, Gemäldegalerie

Als Vorlage für dieses Gemäldes diente das im Original verlorene Portrait, das Tizian nach der Schlacht bei Mühlberg in Augsburg anfertigte und das in zahlreichen Kopien, darunter Bildnisse von Juan Pantoja de la Cruz und Rubens, überliefert ist. Im Vergleich mit einigen anderen Ausführungen gibt dieses Gemälde das Original Tizians genauer wieder.
Der Reiterharnisch, den Karl V. auf dem Bildnis trägt, ist vermutlich eine Arbeit des Desiderius Helmschmid aus Augsburg von 1547/48, nicht jedoch der Harnisch der Schlacht von Mühlberg, den einige andere Kopien zeigen.
Karl V. wurde im Jahr 1500 in Gent als ältester Sohn Philipps des Schönen und Juanas von Kastilien geboren. Infolge des Todes seines Vaters und der Krankheit seiner Mutter wurde er unter Aufsicht seiner Tante Margarete in den Niederlanden erzogen und bereits 1515 für volljährig erklärt. Nach dem Tod seines Großvaters mütterlicherseits, Ferdinand von Aragon, wurde er 1516 König von Spanien; von seinem Großvater väterlicherseits, Maximilians I., erbte er 1519 die österreichischen Länder und die Niederlande. Durch eine Erbteilung mit seinem Bruder Ferdinand I. kam es zu einer spanischen und österreichischen Linie der Habsburger. 1530 wurde Karl V. in Bologna zum Kaiser gekrönt. Seine Regierungszeit ist von unablässigen kriegerischen und politischen Auseinandersetzungen mit dem Osmanischen Reich, den europäischen Nationalstaaten und den protestantischen deutschen Reichsfürsten erfüllt. 1547 gelang dem Kaiser in der Schlacht bei Mühlberg ein Sieg über die protestantischen Reichsfürsten. 1556 legte der Kaiser seine Würden nieder und zog sich nach San Jeronimo de Yuste zurück, wo er 1558 starb.

Die "Belle Donne" Venedigs
"Nach 1500 erschienen Frauen in der Malerei zunehmend in einem neuen Licht. Die Bildnisse schöner Frauen ("Belle Donne") sind ein Phänomen der Kunstgeschichte, das sich im Venedig der Renaissance entwickelt hat. Die poetisch-erotischen Frauenbildnisse, die zu jener Zeit entstanden sind, waren wegweisend für die europäische Malerei der nachfolgenden Jahrhunderte.

Gerade Tizian vermochte es auf eindrucksvolle Art und Weise, die von ihm abgebildeten Frauen als intellektuell und elegant, sowie gleichsam idealisiert und genussvoll darzustellen. Die neue Ausstellung beleuchtet die Frauen selbst, aber auch ihre Accessoires – die Mode, edlen Stoffe, Frisuren, reichen Geschmeide und Perlen jener Zeit.", Auszug aus einer Ankündigung auf wien.info

https://www.wien.info/de/sightseeing/museen-ausstellungen/tizians-frauenbild-khm-409188

Nymphe
Nymphe und Schäfer
Tiziano Vecellio, gen. Tizian (um 1488 Pieve di Cadore - 1576 Venedig)
um 1570/75
Aus der Sammlung des Kunsthistorischen Museum Wien, Gemäldegalerie

"Das dem Bild zugrunde liegende Thema ist bis heute nicht befriedigend geklärt, doch hat es Tizian durch die psychologische Tiefe der Gestaltung ins Mythische gehoben. Auf einem Tierfell schwerfällig und breit gelagert, bis auf einen Schleier enthüllt, erscheint die Frau mit dem allwissenden, fast kalten Blick gleichsam als universale Naturkraft im Zentrum der kosmischen Landschaft. Der an den Rand gedrängte bekleidete, laubbekrönte Jüngling mit der Flöte drückt dagegen temporäre Bewegung und vielleicht Vergänglichkeit aus. Stabilität und Instabilität kennzeichnen auch die dramatisch beleuchtete, ewige Veränderung implizierende Landschaft, mit der die Figuren zu einer visionären Einheit verschmolzen sind. Eine Besonderheit seiner Malerei ist nicht nur die offene Malweise und der sichtbare Pinselstrich, sondern auch die differenzierte, ja gegensätzliche malerische Gestaltung verschiedener Bildpartien. Dadurch erhalten die Bilder Tizians eine besondere Expressivität."

Saal
Kunsthistorisches Museum, Wien 1
Saal II, Galerie. Durchblick, 1910
Fotografie
Aus der Sammlung der Österreichischen Nationalbibliothek

Panzer
Panzer
Sowjetischer Panzer in Wien
Ein sowjetischer Panzer amerikanischer Fertigung, ein Sherman M4, zwischen dem Kunsthistorischen Museum und dem Naturhistorischen Museum in Wien.
Simon Raskin, 1945
Fotografie
Aus der Sammlung der Österreichischen Nationalbibliothek/Raskin

Luftbild
Luftbild
Wien 1, Luftbild des Hofburg-Museen-Komplexes
Museumsquartier (ehem. Hofstallungen), Naturhistorisches und Kunsthistorisches Museum, Hofburg, Burgtheater, Volksgarten, Heldenplatz, Burggarten, Staatsoper; Luftbild von Süd-Westen.
Fotografie
Aus der Sammlung der Österreichischen Nationalbibliothek

Die Kunstkammer und der Diebstahl der Saliera

Der wohl spektakulärste Kunstdiebstahl in der Geschichte der Republik fand am 11. Mai 2003 im Kunsthistorischen Museum statt. Drei ganze Jahre war das kunstvoll gestatltete Salzfass von Benvenuto Cellini verschwunden und leitete eine Großfahndung mit sehr großem Medieninteresse ein.

"Der Diebstahl am 11. Mai 2003
Die letzten Besucher der „Langen Nacht der Musik“ verlassen am 11. Mai 2003 gegen 2.00 Uhr das Kunsthistorische Museum. Das Gebäude ist wegen Renovierungsarbeiten eingerüstet. Um 3.55 Uhr schlägt der Bewegungsmelder in der Gemäldegalerie im ersten Stock an. Drei Sicherheitsbeamte nehmen den Alarm wahr, reagieren aber nicht. Entgegen den Vorschriften halten sie nicht persönlich Nachschau in der Galerie, das Saallicht und die Videoüberwachungsanlage werden nicht aktiviert.

Innerhalb einer vorgesehen Zeitspanne machen sie die Bewegungsmelder wieder scharf, wodurch eine automatische Weiterleitung an die Polizei entfällt. Gegen 8.20 Uhr entdeckt der Oberaufseher den Einbruch. Ein Fenster ist eingeschlagen, die Vitrine zerstört, Cellinis wertvolle Skulptur „Saliera“ ist weg. Erst jetzt wird die Polizei verständigt.

Nach dem Diebstahl läuft eine weltweite Fahndung nach der Saliera. Angebliche Spuren verlaufen ins Nichts, Lösegeldforderungen werden gestellt, der damalige KHM-Direktor Wilfried Seipel wird verschaukelt und gar bis nach Italien gelotst, auch die Ermittlungen der Polizei bleiben ohne Erfolg.

Von Mai 2003 bis Jänner 2006 dauert es, bis sich eine erste heiße Spur zu dem Kunstwerk eröffnet. Ein Teil des Kunstwerks, der abnehmbare Dreizack befindet sich in den Händen der Polizei. Außerdem kann die Polizei ein Bild von einem Verdächtigen anfertigen. Am 21. Jänner 2006 gesteht ein damals 50-jähriger Experte für Alarmanlagen aus Wien-Neubau den Diebstahl der Saliera. Er führt die Polizei zu einem Waldstück bei Brand im Bezirk Zwettl. Dort wird eine Kiste ausgegraben, darin enthalten die Saliera.

Der Diebstahl machte das Salzfass weltweit wohl zum bekanntesten Stück der Sammlung. In der am 1. März wieder eröffneten Kunstkammer des Kunsthistorischen Museums Wien ist es im Saal XXIX ausgestellt." wien, orf.heute

Saliera
Die Saliera ist weg. Kunstdiebstahl in Wien [Ausschnitt]
Die Saliera - ein kunstvoll gestaltetes Salzfass wurde in der Nacht auf den 11. Mai 2003 aus dem Kunsthistorischen Museum in Wien entwendet. Die einzigartige Goldschmiedearbeit des italienischen Bildhauers und Goldschmieds Benvenuto Cellini ist unbezahlbar. Sonntagsjournal vom 11. Mai 2003.
Wien : Österreichische Mediathek
Radiosendung-Mitschnitt
Portaltreffer | Österreichische Mediathek
Datierung
11.05.2003
Aus der Sammlung der Österreichischen Mediathek

Cellini verfasste einige Erklärungen seines Werkes:
"...um zu zeigen, wie das Meer sich mit der Erde verbindet, machte ich zwei Figuren einen guten Palm groß, die mit verschränkten Füßen gegeneinander saßen, so wie man die Arme des Meeres in die Erde hineinlaufen sieht. Das Meer, als Mann gebildet, hielt ein reich gearbeitetes Schiff, welches Salz genug fassen konnte, darunter hatte ich vier Seepferde angebracht und der Figur in die rechte Hand den Dreizack gegeben; die Erde hatte ich weiblich gebildet, von so schöner Gestalt und so anmutig, als ich nur wusste und konnte.

Ich hatte neben sie einen reichen, verzierten Tempel auf den Boden gestellt, der den Pfeffer enthalten sollte...auf ihrer Seite waren die schönsten Tiere vorgestellt, welche die Erde hervorbringt..."

Saliera
Sogenannte Saliera
Benvenuto Cellini (Künstler) (1500 Florenz - 1571 Florenz)
1540-1543
Aus der Sammlung des Kunsthistorischen Museum Wien, Kunstkammer

Zukunftsprojekt Das Heroon von Trysa

Heroon
Das Heroon von Trysa
Aus der Sammlung des Kunsthistorischen Museum Wien, Antikensammlung

Im zerklüfteten Bergland Lykiens (Südwesttürkei) liegt auf
einem Bergrücken das antike Trysa mit einer befestigten Burg,
einer Wohnsiedlung sowie mehreren Nekropolen. Berühmtheit
erlangten die reliefgeschmückten Umfassungsmauern des
Heroons im Nordosten des Burghügels. Es handelt sich um
den Grabbezirk eines einheimischen Fürsten, dem wie einem
Helden (Heros) kultische Verehrung entgegengebracht wurde.
Gemeinsam mit seinen nächsten Angehörigen war er in einem
mehrgeschossigen Grabbau im Inneren der Anlage bestattet.
Ein hölzerner Einbau diente dem Totenkult. Der Name des
Grabinhabers ist nicht bekannt, doch dürfte es sich um einen
der mächtigen Dynasten Lykiens gehandelt haben, die wir aus
der lykischen Münzprägung kennen.
Die einst reich bemalten Reliefs erzählen Episoden aus dem
Mythos und – teilweise darin verwoben – dem Leben des Grabherrn.
Einzigartig sind die Verschmelzung von rein griechischen
Elementen mit solchen der einheimisch-lykischen und der persischen
Kultur, die Anklänge einer Linearperspektive und der
kunsthistorisch bemerkenswerte Umgang mit zwei übereinanderliegenden
Reliefzonen, die meist unterschiedliche Themen
zeigen, streckenweise jedoch zu einer Komposition zusammengefasst
sind.
Aufgrund stilistischer Kriterien geht die Forschung von einer
Entstehungszeit der Friese um 380 v. Chr. aus, doch wurden
auch andere Datierungen vorgeschlagen.

Das Heroon von Tyrsa, dem spektakulären Relief und bisher nicht gezeigten Kulturschatzes der Antike, ist nach eigenen Angaben des Museums ein Zukunftsprojekt und die Realisierung dieser Ausstellung ein besonderes Vorhaben.

Heroon
Mit einer Gesamtlänge der Friese , von 211 Metern, auf denen beinahe 600 aus Stein gemeißelte Figuren zu 15 Themen komponiert sind, ist das von Heroon ein einzigartiges Monument aus der griechischen Klassik (5./4. Jh. v. Chr), vergleichbar mit den Reliefs der Akropolis in Athen, die zeitgleich entstanden. Die unterschiedlichen Themen – Stadtbelagerung, Jagd und Schlacht, mythologische Szenen, Amazonen- und Kentaurenkämpfe – fügen sich zu einem Bildprogramm zusammen, das insbesondere durch eine Verbindung von klassisch-griechischen, einheimisch-lykischen, ägyptischen und orientalischen Elementen einmalig ist.
Die Reliefplatten wurden 1881 wiederentdeckt, für die kaiserlichen Sammlungen erworben und mit Genehmigung der osmanischen Behörden nach Wien gebracht. Ausschnitte des Reliefs sind seit 2005 in den Sammlungen des Kunsthistorischen Museums zu bewundern, gesamt wurde es aber noch nie gezeigt. Geschäftsbericht 2020

Sonntag, 29. August 2021 um 12:18:56 von Kulturpool Redaktion

Neue Objekte der Museen in Vorarlberg

Anlass
641 neue Objekte der „Museen in Vorarlberg“

Feierlichkeiten in Bregenz
1805
Feierlichkeiten in Bregenz anlässlich der Rückgabe von Vorarlberg an Österreich
Im Frieden von Pressburg im Dezember 1805 musste Österreich Vorarlberg an Bayern abtreten, das eine umfassende Verfassungs- und Verwaltungsreform durchführte. Eine Kirchenreform knüpfte an die josefinische Reformpolitik an, die zuvor schon heftigen Widerstand im Land ausgelöst hatte. Umso freudiger wurde 1814 die Rückkehr ins Habsburgerreich begrüßt. in Bregenz waren alle Häuser mit Transparenten geschmückt und an der Pforte der Kapuzinerkirche las man eine Inschrift aus dem Hohenlied (5, 10): "mein Liebling ist weiß und rot". Feste wurden gefeiert und ein Dankgottesdienst zelebriert, dessen feierlichen Einzug mit Kaiserporträt in die Pfarrkirche Johann Nepomuk Walcher bildlich festhielt.

Als ältester und größter kulturgeschichtlicher Verein des Landes Vorarlberg unterstützt der VLMV seit mehr als 150 Jahren unter anderem die landeskundliche Forschung und die Verbreitung heimatkundlicher Kenntnisse. Seit einigen Jahren ist der Verein zudem Herausgeber des drei Mal pro Jahr erscheinenden „museum magazin“, in dem die gesamte Museumslandschaft Vorarlbergs eindrücklich ihren Niederschlag findet. Die Aufgaben der Kulturabteilung umfassen ein breites Spektrum. Wesentliche Leistungen sind Kulturförderung, Begleitung und Durchführung von Impulsprojekten, Information und Beratung. Beide Institutionen verstehen sich innerhalb der Vorarlberger Museumslandschaft als Netzwerk- und Servicestelle. Diese gemeinsame Zielsetzung macht diese Kooperation ebenso naheliegend wie bereichernd.

https://museenvorarlberg.at/ueber

Alpmuseum uf m Tannberg Schröcken
Gepsen
Gepsen (Aufrahmgefäße)
Alpmuseum uf m Tannberg Schröcken

Eine Gepse ist ein rundes, hölzernes, niedriges Gefäß, das von zwei Reifen (Tannenästen) zusammengehalten wird. (Die Gebsen mussten stets durch Waschen in der Schotte bzw. durch "Ausbrühen" mit Wasserdampf sauber gehalten werden. Funktion: Eine Gepse dient zur Aufbewahrung der Milch, bis sich an der Oberfläche eine Rahmschicht bildet, die in der Folge zur Käseherstellung verwendet wird. Die Milch wird durch einen Seihtrichter in die Gebsen geschüttet. Eine andere Verwendung ist zum Auffangen der Molke beim Pressen der Käsemassen. Insgesamt befinden sich 19 Gepsen in der Alpe.

Das unter Denkmalschutz stehende Museum bietet Einblicke in das Leben und die Arbeit der Bergbauern von einst. In der Schausennerei mit alten Gerätschaften, in der niedrigen Stube, auf dem Heuboden, auf dem bis zu zehn Personen ihr Nachtlager aufgeschlagen hatten, im Stall und im Käsekeller werden 400 Jahre Kulturgeschichte wieder lebendig. Das Alpmuseum versteht sich als Zeichen der Ehrfurcht gegenüber dem Lebensraum früherer Generationen, dem Arbeitsraum der Alpwirtschaft, der Kulturlandschaft Alpe und dem ökologischen Reichtum auf dem Tannberg.

https://www.alpmuseum.at

inatura Dornbirn
Schmetterling
Schmetterlingssammlung Dr. Hartwig Baer
inatura Dornbirn

Sammlung von ca. 13.000 Schmetterlingen aus den 1920er- bis 1970er-Jahren aus ganz Vorarlberg

Die inatura ist ein einzigartiges Museumskonzept, das Besucher interaktiv an spannende Themen heranführt und Forschung, Naturwissenschaft und Technik „begreifbar“ macht. In Experimenten, mit Anschauungsobjekten, Filmen und Bildern begeben sich die Besucher auf eine spielerische Reise durch die für Vorarlberg typischen Lebensräume Gebirge, Wald und Wasser. Ein weiterer Schwerpunkt gilt dem menschlichen Körper. Man wandert durch die Organsysteme und erfährt mit allen Sinnen, wie diese funktionieren und optimal versorgt werden.

https://www.inatura.at

Jüdisches Museum Hohenems
Schutzbrief
_Schutzbrief von Graf Kaspar von Hohenems _
Jüdisches Museum Hohenems

Der Schutzbrief des Grafen Kaspar von Hohenems regelte Rechte und Pflichten der zuziehenden Juden. Mehrere Fassungen sind erhalten. Diese weist eine handschriftliche Änderung von 1638 auf sowie eine handschriftliche Anmerkung von Rabbiner Aron Tänzer, der um 1900 die Geschichte der Juden von Hohenems schrieb. Auf der Rückseite steht außerdem in jiddischer Sprache: „Alte Freiheiten von Ems“.

Das Jüdische Museum Hohenems als Museum mit internationaler Ausstrahlung erinnert an die landjüdische Gemeinde Hohenems und ihre vielfältigen Beiträge zur Entwicklung Vorarlbergs und der umliegenden Regionen. Es erzählt eine exemplarische Geschichte der Diaspora und es beschäftigt sich mit Jüdischer Gegenwart in Europa, mit Israel, mit Fragen des Zusammenlebens und der Migration. Dazwischen steht das Ende der Jüdischen Gemeinde von Hohenems, markiert durch die regionale NS-Geschichte, Antisemitismus, Vertreibung und Deportation.

https://www.jm-hohenems.at

Krippenmuseum Dornbirn
Krippe
Krippe
Krippenmuseum Dornbirn

Typ orientalisch, Figuren von Ilse Wohlgenannt, 6 Personen, 14 Schafe,1 Esel, 1 Rind, 1 Ziege

Der Verein Krippenmuseum Dornbirn hat im Jahr 2003 in einem 145 Jahre alten ehemaligen Pferdestall Herberge gefunden. In liebevoller, aufwendiger Sanierung (in über 4000 ehrenamtlichen Arbeitsstunden) durch die Mitglieder des Krippenvereins Dornbirn wurde eine Ausstellungsfläche von 400 m² geschaffen.
Die an die 140 Exponate umfassende Sammlung aus vier Kontinenten zeigt Krippen und Figuren mit unterschiedlichen Interpretationen der Heiligen Nacht.

https://www.krippenmuseum-dornbirn.at

Stadtmuseum Dornbirn
Schafklammer
Schafklammer/n Schafkluppe/n
Stadtmuseum Dornbirn

1 Schafklammer bzw. Schafkluppe aus hellem Holz: Annähernd rechteckiges, in der Mitte schmäleres Holzbrett, welches vorne und hinten je zwei ausgeschnittene Stücke in den Maßen 13 x 3cm hat; diese sind pro Seite mittels zweier wirbelartig zugeschnitzter Holzteile in vier Felder zu unterteilen. Dreimal "J + E" eingebrannt. Ein Riss im Holz wurde mit drei Schrauben gesichert.

Das Stadtmuseum Dornbirn ist in einem 200 Jahre alten Patrizierhaus direkt am Marktplatz untergebracht. Auf drei Stockwerken präsentieren ausgewählte Objekte und Kunstwerke wichtige Kapitel der Stadtgeschichte. Auch das Alltagsleben des zentralen Wirtschaftsstandortes im Rheintal wird in den Blick genommen.
Sonderausstellungen und Veranstaltungen zu regionalen, kulturhistorischen und zeitgenössischen Themen ergänzen die Dauerausstellung. Darüber hinaus steht ein international bedeutsames Textilmusterarchiv mit über 300.000 Objekten für Forschungszwecke zur Verfügung.

https://stadtmuseum.dornbirn.at

Vorarlberg museum
Weihestein
Weihestein der Bregenzer Kaufleute
Römischer Weihestein
vorarlberg museum

Das vorarlberg museum ist mit seinen umfangreichen archäologischen, geschichtlichen, kunstgeschichtlichen und volkskundlichen Sammlungen eine der zentralen Institutionen zur Bewahrung des kulturellen Erbes des Landes. Das Museum versteht sich als Museum für Einheimische und Vielheimische. Es verbindet Geschichte mit Gegenwart und gewährt Ein- und Ausblicke. Es berichtet von Menschen und Dingen. Es zeigt in seinen Ausstellungen nicht die Geschichte Vorarlbergs, sondern viele Geschichten Vorarlbergs.

Das vorarlberg museum geht auf die Gründung des Vorarlberger Landesmuseumsvereins im Jahr 1857 zurück. Seine Sammlungs- und Forschungstätigkeit bildete den Grundstock für die kulturgeschichtlichen Schausammlungen des Vorarlberger Landesmuseums, das sich seit 1905 am Kornmarkt in Bregenz befindet. 2009 wurde das alte Landesmuseum geschlossen, 2011 in vorarlberg museum umbenannt und 2013 im neuen, von Cukrowicz Nachbaur Architekten geplanten Gebäude wiedereröffnet.

https://www.vorarlbergmuseum.at

Vorarlberger Museumswelt Frastanz
Morsetelegraph
Russischer Morsetelegraph
Vorarlberger Museumswelt Frastanz

Die Vorarlberger Museumswelt in Frastanz ist ein landesweit einzigartiges Museumsprojekt. Auf dem Gelände der ehemaligen Textilwerke Ganahl versammelt sie derzeit sechs Museen und Sammlungen zu verschiedenen Themen unter einem Dach. Insgesamt sieben Museen wird die Museumswelt nach dem Endausbau umfassen. Den Anfang machte 1998 das Elektromuseum. Neben der alten Wasserkraftanlage mit der historischen Schalttafel aus Marmor wird die Entwicklungsgeschichte der Elektrizität von der Erzeugung bis zum Endverbraucher anhand zahlreicher Exponate dargestellt.

Im Jagdmuseum sind die Besucher eingeladen, sich mit aktuellen Herausforderungen der Jagd in Vorarlberg auseinanderzusetzen. Das Landesfeuerwehrmuseum und das Rettungsmuseum sind weitere selbständige Einrichtungen im Museumsareal. Vor allem die Fahrzeughalle im ehemaligen „Wollaschopf“ ist ein Erlebnis für die ganze Familie. Die Geschichte des Tabakanbaus und -konsums wird im 2017 eröffneten Tabakmuseum aufgearbeitet, während sich im jüngsten Neuzugang, dem Grammophonicum, ein visuelles und akustisches Panorama der frühen Phonotechnik entfaltet. Jedes einzelne Museum verfügt über fachlich kompetente Vermittlungsangebote.

https://www.museumswelt.com

Freitag, 20. August 2021 um 08:01:06 von Kulturpool Redaktion

VOLARE - Vorarlberger Landesrepositorium

Anlass
Erweiterung Vorarlberger Landesbibliothek

Zur Erweiterung der Sammlungen der Vorarlberger Landesbibliothek in den Kulturpool

Vorarlberger Landesrepositorium (volare)
https://pid.volare.vorarlberg.at/

Mit volare ist es der Vorarlberger Landesbibliothek möglich, digitale Objekte benutzerfreundlich anzubieten und gleichzeitig langfristig zu sichern. SchülerInnen, StudentInnen, landeskundlich Forschende aber auch die interessierte Öffentlichkeit können nun das Bildmaterial für die unterschiedlichsten Zwecke nutzen. volare erleichtert den Zugang nicht nur für die Regional-, Sozial- und Kulturgeschichtsforschung, sondern auch für jene, die ihren Heimatort oder ihr Urlaubsziel neu entdecken oder ganz allgemein in der Vergangenheit schmökern wollen. (Offizieller Text der volare – Website)

Hohenems
Hohenems, Blick a. d. Säntis / Heim
Aus der Sammlung der Vorarlberger Landesbibliothek, volare


Kreisturnfest 1932
Aus der Sammlung der Vorarlberger Landesbibliothek, volare

Das Kreisturnfest in Hohenems, Turnverein Feldkirch beim Vereinswettturnen (Freiübungen) / Erwin Hefel

Schlagwort (Vorarlberg): Hohenems, Veranstaltung, Kreisturnfest 1932, Feldkirch, Turnverein
Sammlung: Hefel, Erwin
Jahr: 1932 (1932.07.10)
Beschreibung: 3 Fotonegative schwarz-weiß 12 x 3,5 cm
Dieses Objekt gehört zu: https://pid.volare.vorarlberg.at/o:322593

„Die Nacht war leider nur sehr kurz, man kam erst spät ins Bett, und um 5 Uhr früh krachten schon die ersten Pöller“, so die einleitenden Worte einer Sport-Reportage des Vorarlberger Tagblatts unter dem Titel „Die turnerischen Wettkämpfe am Sonntagvormittag“, gestöbert, gefunden auf der Plattform Anno der Nationalbibliothek. Der einleitende Satz malt ein Stimmungsbild der Zeit mit den turnerischen Wettkämpfen des Sonntags, dem 11. Juli 1932 – in seiner Montagausgabe.


Vorarlberger Tagblatt, 11. Juli 1932
https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=btb&datum=19320711&seite=2&zoom=33

So wie Anno als Plattform historischer Zeitungen und Zeitschriften der Nationalbibliothek das digitalisierte Eintauchen in vergangene Reportagen und Berichte bietet, eröffnet volare den Schatz der Sammlungen des Vorarlberger Landesrepositorium für eine interessierte Öffentlichkeit. Vor sechs Jahren gegründet (siehe Bericht unten) und laufend weiterentwickelt, entstand so ein vielfältig nutzbares, übersichtlich gestaltetes Portal, dass mit einer großen Anzahl interessanter und inspirierender Blogs vertiefend in die Geschichte des Landes und seiner Besonderheiten einführt.

Die Vorarlberger Landesbibliothek bietet ihrerseits eine Reihe von Sammlungen aus diversen Zeitungen und Zeitschriften an mit einem sehr gut sortierten und aufbereiteten Archiv. Als Link eine entsprechende Ankündigung aus dem Dornbirner Gemeindeblatt vom 10. Juli 1932 zu dem beschriebenen Ereignis:

https://texte.volare.vorarlberg.at/viewer/image/DornbirnerGemeindeblatt1932/643/LOG_0030/
Dornbirner Gemeindeblatt 1932 (1932) - Vorarlberger Landesbibliothek

Ob vom Bild nun zum Text oder umgekehrt, dank der jahrelangen konsequenten Bemühungen einer umfassenden Digitalisierung mit ihren nun für eine Öffentlichkeit frei zugänglichen aufbereiteten Bestände, eröffnen sich dem Lesenden, Suchenden, Stöbernden gänzlich neue Wege der Erfahrung vergangener Zeiten, die so nicht zu vergessenen Zeiten werden mögen.
Da die Erwartungshaltung einer oder eines Lesenden im 21. Jahrhundert im Erfassen von Zusammenhängen immer mehr auf die visualisierte Darstellung von Inhalten abzielt, lässt sich dank einer Vielzahl an zugänglichen Datenbanken inzwischen in Eigenregie anschaulich ein Bogen spannen, indem sich zu digitalen Bild- und Fotosammlungen oft in weiteren Archiven eine textliche Entsprechung finden lässt.
Dieses Vorgehen ermöglicht ein vertiefendes Annähern zu einem Thema oder geschichtlichen Vorkommnissen. Eine mit einem Datum versehene Fotografie vereinfacht die Suche nach möglichen Berichten, Erzählungen oder Reportagen aus der bebilderten Zeit. Meist sind es Bildsammlungen und auf der anderen Seite eine Vielzahl an Texten aus diversen Zeitungen oder Zeitschriften, die nach und nach eine Vorstellung ergeben können, die wahrscheinlich das Informationsangebot vergangener Zeiten überbietet.

Dornbirn
Dornbirn
Aus der Sammlung der Vorarlberger Landesbibliothek, volare

So kann eine Fotografie aus den Sammlungen der Vorarlberger Landesbibliothek vom 10. Juli 1932 mit einem entsprechenden Text verknüpft und erweitert gelesen werden. In diesem Fall eine Sportreportage, die einem Tag nach der Veranstaltung im Vorarlberger Tagblatt erschienen ist und deren Ankündigung sich auch in einer entsprechenden Ausgabe des Dornbirner Gemeindeblattes findet.

Einen Schatten an Ahnung in Bezug auf die historische und politische Entwicklung dieser Zeit kommt auf, wenn darüber hinaus noch andere Artikel aus dieser Zeit gelesen werden.
Unbeachtet der inhaltlichen Themen und Bedeutungen lassen sich zu den auffindbaren Bildern so auch redaktionelle Artikel, Berichte und Geschichten finden, die eine mediale Präsenz, Verfügbarkeit und Übersicht suggerieren, die es in dieser Form damals gar nicht gegeben hat.

Es lassen sich Stimmungen aus den Berichterstattungen erlesen und manchmal beim Vergrößern der Bilder Gesichter erkennen. Ein Eintauchen in Zeit und Ort anderer Welten ist gefühlter maßen möglich und vergrößert und vertieft potentiell ein Interesse an geschichtlichen Ereignissen, denkwürdiger Geschehnisse oder erinnerungswürdiger Erlebnisse.

Ob nun Plakatsammlungen, Geschichten über die Herkunft von Gasthausnamen, Themen wie Lawinengefahr, das Lawinenunglück von 1954 im Montafon, diverse Sammlungen an Fotografien und eine reiche Anzahl weiterer Archive und Blogs, kommentiert oder unkommentiert, volare bietet als Plattform eine vielschichtige inspirierende digitale Reise in eine sehr besondere Region dieses Landes.

aus anderen Archiven…:
RIPOSITUM – VOLARE
ZEITUNGSARTIKEL vom 12.10.2015 12:10
"volare": Neue Bilddatenbank der Landesbibliothek ist online

Bregenz. Unter dem Titel "volare" präsentiert die Vorarlberger Landesbibliothek am Mittwoch um 17.00 Uhr im Kuppelsaal die jüngste Neuerung im Angebot: eine über Internet frei zugängliche Bilddatenbank mit aktuell 80.000 digitalisierten Fotos aus der Landesgeschichte.
“volare” steht für Vorarlberger Landesrepositorium und meint die langfristig gesicherte Ablage von digitalen Dokumenten an einem genau definierten Speicherort und die Organisation der Zugriffsmöglichkeiten. Die technische Umsetzung wurde möglich durch eine Zusammenarbeit mit der Universitätsbibliothek Wien. Deren System PHAIDRA wurde von der Landesbibliothek für ihre Zwecke angepasst.
Das Material, das in der ersten Phase von “volare” bereits zur Verfügung steht, umfasst Bilder des Fotografen der Landesbildstelle Helmut Klapper, Ansichtskarten aus der Sammlung der Landesbibliothek und aus dem Firmenarchiv des Ansichtskartenverlages Risch-Lau sowie historische Landkarten. Die Digitalisierung von Bild- bzw. Fotosammlungen wird weiter voranschreiten. Zugleich ist “volare” ein Pilotprojekt, das in der Weiterentwicklung auch andere Medienformen aufnehmen soll und auch offen sein wird für Kooperationen mit anderen Institutionen.
Die Online-Bilddatenbank unter der Adresse www.vorarlberg.at/volare steht allen Interessierten zur Verfügung und ist frei zugänglich. Die Bilder können von allen – unter bestimmten Bedingungen – weitergenutzt werden.